Es gibt unzählige und immer wechselnde Ernährungsformen, die die ultimativ gesündesten sein sollen: Keine Kohlenhydrate und dafür viel Fett, nur Rohkost, Trennkost, vegane Ernährung oder Intervallfasten sind nur einige davon. Bei dieser Fülle von Empfehlungen kann es schwierig sein, herauszufinden, welche die beste Ernährungsart für dich ist.
Obwohl es aber so viele unterschiedliche Ernährungsempfehlungen und Diäten gibt, gibt es eigentlich seit vielen Jahren konsistente Ergebnisse von Studien was für die meisten Menschen die gesündeste Ernährungsart ist: Vollwertkost auf pflanzlicher Basis.

Die gesündeste Ernährungsart

Vollwertkost auf pflanzlicher Basis bedeutet, der Großteil deiner Nahrung sollte aus möglichst unverarbeitetem Obst, Gemüse, Nüssen, Samen und Hülsenfrüchten bestehen. Je weniger verarbeitet die Lebensmittel sind, desto besser kann dein Körper sie verwerten und die Nährstoffe aufnehmen. So ist beispielsweise Apfelmus besser als Apfelsaft und ein ganzer Apfel besser als Apfelmus.

Diese ganzen, pflanzlichen Lebensmittel enthalten außerdem eine riesige Fülle an Vitaminen, Ballaststoffen, Mineralstoffen und anderen Nährstoffen, die alle zusammenspielen und die sehr wichtig für deinen Körper und deine Gesundheit sind. Wenn deinem Körper immer Nährstoffe fehlen, kann es sein, dass er dich hungriger macht. So kann Nährstoffmangel tatsächlich auch mit ein Grund sein, warum du es nicht schaffst abzunehmen.

Auf der Kehrseite solltest du möglichst wenig Fertigprodukte oder stark verarbeitete Lebensmittel essen. Dadurch nimmst du automatisch wenig zugefügten oder verarbeiteten Zucker, verarbeitete Stärke und Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder ähnliches zu dir. All diese Stoffe kennt dein Körper nicht und reagiert deshalb mit Entzündungen und Immunantworten darauf, was chronische Krankheiten verursachen kann. In diesem Blog-Beitrag erfährst du mehr darüber, welche Auswirkungen eine schlechte Ernährung auf deine Gesundheit haben.

Solltest du tierische Produkte essen?

Ob tierische Produkte gut oder schlecht für deine Gesundheit sind, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen und es ist ein heiß diskutiertes Thema. Beispielsweise sagt die British Medical Association und der World Cancer Research Fund, dass Vegetarier geringere Raten von Übergewicht, Bluthochdruck, Krebs und koronaren Herzerkrankungen haben. Eine Zusammenfassung von drei Schlüsselstudien zu Ernährung schließt, dass Lacto-Ovo Vegetarier, also Vegetarier, die Eier und Milchprodukte essen, kombiniert mit etwa drei Fisch- oder Fleischmahlzeiten pro Woche die beste Ernährung ist, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall zu reduzieren. Wieder eine andere Studie zeigt, dass Vegetarier länger als Omnivoren (Allesesser) leben, Veganer länger als Vegetarier und Pescetarier (nur Fisch als tierisches Produkt) länger als Veganer.

So ist es für die meisten Menschen wahrscheinlich in Ordnung, einen kleinen Teil ihrer Energie aus tierischen Produkten zu erhalten. Verarbeitetes rotes Fleisch wie Wurst oder Schinken hat allerdings sehr wahrscheinlich wenig Vorteile, steht dafür aber im starken Verdacht, Krebs und andere Krankheiten zu begünstigen.

Wie sollte dein zeitlicher Essensablauf sein?

Auch bestimmte zeitliche Essensabläufe wie Intervallfasten sind wahrscheinlich positiv für deine Gesundheit. Dabei isst du entweder nur in einem achtstündigen Zeitfenster am Tag oder isst an bestimmten Tagen in der Woche gar nichts. In diesem Blog-Beitrag kannst du mehr über Intervallfasten erfahren.

Wo leben die gesündesten Menschen?

Um zu diesem Ergebnis zu kommen, wurden unter anderem die sogenannten „Blue Zones“ untersucht, also die Zonen auf der Erde, in denen die Menschen am längsten leben und die geringsten Krankheitsraten haben. Diese Blue Zones sind Okinawa in Japan, Sardinien in Italien und Regionen in Griechenland, Costa Rica und Californien.

In all diesen Regionen ist der Großteil der Nahrung vegetarisch und auf Pflanzenbasis. Besonders wichtig sind dabei Hülsenfrüchte. Zusätzlich rauchen die Menschen dort weniger, haben ein konstantes Level an moderater Bewegung und engere soziale Interaktionen.

Zusammengefasst sollte also der größte Teil deiner Nahrung aus möglichst unverarbeiteten Pflanzen bestehen, nur ein kleiner Teil aus tierischen Produkten und so wenig wie möglich aus verarbeiteten Lebensmitteln. Zu diesen Ergebnissen kommen auch 450 der weltweit führenden Ärzte und Wissenschaftler, die sich zur „True Health Initiative“ zusammengeschlossen haben.

Wichtig ist, dass jeder Mensch anders ist und auch anders auf Lebensmittel reagiert. Höre also auf deinen Körper, um die ideale Ernährung für dich zu finden.

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